Eine Immobilie über die Zwangsversteigerung beim zuständigen Amtsgericht zu erwerben, ist eine gute Möglichkeit, um sich den Traum von den eigenen vier Wänden zu erfüllen. Wer nicht die Katze im Sack kaufen will, sollte sich Grundstück und Gebäude vor dem Versteigerungstermin genau anschauen und nach verdeckten Mängeln untersuchen. Von besonderem Vorteil ist eine eingehende Besichtigung im Inneren des Hauses. Hier die Möglichkeiten einen derartigen Besichtigungstermin zu realisieren.

Besichtigung der Immobilie von Amts wegen


Vom Amtsgericht werden keine öffentlichen Besichtigungstermine vergeben. Deshalb besteht von Amts wegen keine Möglichkeit die Besichtigung der Immobilie zu gewährleisten. Jedoch kann sich der Interessent beim Amtsgericht das Wertgutachten anschauen, in dem der Verkehrswert festgelegt ist. Dieses Gutachten vermittelt einen ersten Eindruck über den Zustand der Immobilie.

Besichtigungstermin mit dem Besitzer vereinbaren


Anschließend sollte der Interessent Kontakt zum Besitzer des Hauses aufnehmen, um einen Besichtigungstermin zu vereinbaren. Hierbei ist jedoch zu beachten, dass der Vorbesitzer unter Umständen eine negative Haltung dem Käufer gegenüber einnimmt. Grundsätzlich ist der alte Besitzer nicht verpflichtet einer Besichtigung zuzustimmen. Deshalb ist oftmals besonderes Verhandlungsgeschick erforderlich, damit man Zutritt zum Gebäude erhält. Da der Vorbesitzer meistens in finanziellen Schwierigkeiten steckt, können kleine Geldgeschenke sehr hilfreich sein.

Besichtigungstermin über den Gläubiger


Steht die Immobilie bereits leer, sollte man sich direkt an den Gläubiger, der die Zwangsversteigerung initiiert hat, wenden. Dieser ist daran interessiert, dass die Immobilie verkauft wird und hilft in der Regel gerne weiter.

Besichtigungstermin bei Zwangsverwaltung nachfragen


Ist die Immobilie der Zwangsverwaltung unterworfen, ist das Vereinbaren eines Besichtigungstermins meistens reine Formsache. Allerdings sei angemerkt, dass auch der Zwangsverwalter nicht gesetzlich verpflichtet ist Besichtigungstermine zu vergeben. Trotzdem lassen sich in einem persönlichem Gespräch mit der Verwaltung die Modalitäten für einen gemeinsamen Rundgang relativ schnell klären. Auf jeden Fall sollte sich der Interessent dem Verwalter gegenüber ausweisen und seine ernsthafte Kaufabsicht bekunden, dann sollte dem Besichtigungstermin nichts im Wege stehen.