Gerade in Zeiten hoher Immobilienpreise wie den jetzigen bieten Zwangsversteigerungen eine gute Möglichkeit günstig hochwertige Immobilien erwerben zu können. Freilich ist dire Zwangsversteigerung ein kompliziertes Prozedere, bei dem es einiges zu beachten gilt.

Voraussetzungen der Zwangsversteigerung


Die Zwangsversteigerung wird zur Befriedigung von Gläubigeransprüchen vom Vollstreckungsgericht angeordnet.
Das Gericht weist das zuständige Grundbuchamt an, im Grundbuch einen entsprechenden Vermerk zu platzieren.
Bleibt ein erfolgreicher Widerspruch des überschuldeten Immobilienbesitzers gegen diese gerichtliche Anordnung aus,
muss die Zwangsversteigerung innerhalb von 6 Monaten nach der gerichtlichen Anordnung vorgenommen werden.
Über die stattfindende Zwangsversteigerung wird die interessierte Öffentlichkeit mittels gerichtlichen Aushangs informiert.

Teilnahmebechtigte an Zwangsversteigerungen


Teilnahmeberechtigt an Zwangsversteigerung sind natürliche Personen über 18 Jahre und juristische Personen wie Unternehmen durch einen Bevollmächtigten. Im letzteren Fall muss der Bevollmächtigte seine Vertretungsberechtigung durch durch einen beglaubigten Handelsregisterauszug, der nicht älter als 3 Monate ist, nachweisen. Bietet eine private Person für eine andere private volljährige Person, so ist die Vorlage einer bei einem Notar beglaubigten Bietervollmacht unerlässlich. Nimmt eine volljährige Person für eine minderjährige Person -etwa einem Anverwandten- an der Zwangsversteigerung teil, so muss dies vom zuständigen Vormundschaftsgericht vorher genehmigt worden sein. Auch der Schuldner, dessen Immobilie zur Versteigerung steht, kann grundsätzlich an der Versteigerung teilnehmen. Physische Anwesenheit ist für die Teilnahme an der im allgemeinen in den Amtsräumen des zuständigen Amtsgerichts stattfindenden Zwangsversteigerung Pflicht. Daneben müssen auch diverse Sicherheiten erbracht werden, wenn man an einer Zwangsversteigerung teilnehmen will. Diese Sicherheiten belaufen sich meistens auf 10 Prozent des vom Gericht festgelegten Verkehrswert des zu versteigernden Immobilienobjekts. Will der Schuldner als Bieter auftreten, so kann dieser Prozentsatz angesichts der unsicheren Bonität dieses Schuldners auch höher angesetzt werden. Die verlangten Sicherheiten können durch Vorlage eines von der Bundesbank ausgestellten Schecks, durch Vorlage eines von der Hausbank ausgestellten Verrechnungsschecks, durch Erklärung einer Bank, dass sie für die geforderte Sicherheit einsteht, also einer Bankbürgschaft, oder durch eine vor der Zwangsvollstreckung erfolgenden Direktüberweisung des als Sicherheit benötigten Geldbetrags auf ein Gerichtskonto erbracht werden. im Falle der genannten Bankschecks dürfen die diesbezüglichen Dokumente nicht länger als drei Werktage vor Stattfinden der Zwangsversteigerung ausgestellt worden sein. Im Falle, dass eine Bankbürgschaft als Sicherheit gewählt wird, muss diese Bankbürgschaft eine unbeschränkte Geltungsdauer aufweisen und darf an keine Bedingungen seitens der Bank gekoppelt sein.

Fazit:


Die Teilnahme an Zwangsversteigerungen kann sich finanziell lohnen. Allerdings sollte man im Vorfeld sicherstellen, dass man die geforderten Teilnahmevoraussetzungen auch wirklich erfüllt.