Ist man Besitzer eines Gebäudes, das über einen längeren Zeitraum nicht genutzt wird und dadurch auch vom Verfall bedroht ist, kann das Bauordnungsamt den Abbruch verlangen. Dem Eigentümer wird dann eine Abbruchanordnung zugestellt, der er Folge zu leisten hat.

Gerade bei Wohnhäusern, die sehr lange leer stehen, ist dies oft der Fall. Sind die Häuser aufgrund des schlechten baulichen Zustands einer akuten Einsturzgefahr und somit einer Gefährdung für andere Menschen unterlegen, dann ist die Abbruchanordnung durch das Bauordnungsamt rechtlich.

Weitere Gründe für eine Abbruchanordnung


Verstößt zum Beispiel eine bauliche Anlage gegen geltendes Baurecht, dann kann die Bauaufsichtsbehörde ebenfalls eine Abbruchanordnung stellen.
Dies kann auch der Fall bei formellen Verstößen sein. In formeller Verstoß liegt immer dann vor, wenn die Baugenehmigung nicht erteilt wurde oder wenn eine bereits genehmigte Erteilung durch einen langen Zeitablauf wieder ungültig wurde. Werden materielle Verstöße bemerkt, das heißt beim Einsatz von Materialien, gegen die von Anfang an eine Genehmigungsunfähigkeit vorliegt, führen zur sofortigen Abbruchanordnung, die auch Abbruchverfügung genannt werden kann. Oftmals ist dies aber auch eine Ermessensentscheidung, in der man die Verhältnisse des betroffenen Bauherren genau prüft. Liegen hier aber illegale Maßnahmen zugrunde, dann ist ein Abbuchgebot die äußerste Konsequenz. Vor Baubeginn sollte man sich also immer mit dem Bauordnungsamt auseinandersetzen und sich sämtliche Genehmigungen besorgen.