In § 22 der Baunutzungsverordnung ist die Bauweise als das Verhältnis eines Gebäudes oder Bauwerks zu seinen seitlichen Grundstücksgrenzen definiert. Es werden 2 Variationen unterschieden, die offene und die geschlossene Bauweise. Gebäude mit seitlichem Grenzabstand sind in der offenen Bauweise errichtet, die ohne diesen Seitenabstand sind in der geschlossenen Bauweise gebaut. Die Festlegung der Variante findet im Bebauungsplan statt. Eine hiervon abweichende Bauweise erlaubt einer Gemeinde der § 22 Abs. 4 der Baunutzungsverordnung.

Bei der offenen Bauweise findet die Unterscheidung folgender Hausformen statt.


Das Einzelhaus: So wird ein Gebäude mit Abstand zu seinen seitlichen sowie zu den rückwärts gerichteten Grenzen des Grundstücks genannt. Es kann ein Mietshaus, ein Gebäudekomplex als auch ein Einfamilienhaus sein. Ausschlaggebend für die Zuordnung ist, dass das Gebäude sich auf einem einzigen Grundstück befindet.

Das Doppelhaus: Auf aneinanderliegenden Grundstücken mit einer gemeinsamen Seitengrenze errichtete Baukörper, welche an dieser Grenze aneinander gebaut sind, werden als Doppelhaus bezeichnet. Dabei findet die bauliche Abstimmung beider Gebäude aufeinander statt.

Die Hausgruppe: Wenigstens drei aneinander gebaute Bauwerke, welche sich jeweils auf einem separaten Grundstück befinden, werden Hausgruppe genannt. Reihenhäuser sind ein Beispiel hierfür. Als Gesamtkomplex betrachtet muss dieser einen Abstand zu den benachbarten Grundstücken aufweisen.

Bei sämtlichen Hausformen darf die Gesamtlänge von jeweils 50 Metern nicht überschritten werden. Die Regelung der Bebaubarkeit durch § 34 Abs. 1 Satz 1 BauGB findet dann Anwendung, wenn die Grundstücke nicht innerhalb eines Bebauungsplans liegen. Die Einfügung in die nähere Umgebung bezugnehmend auf die vorherrschende Bauweise muss danach gewährleistet sein.