Eine Veranda bezeichnet den überdachten Anbau an ein Wohn-, Land- oder Ferienhaus. Die Konstruktion ist regelmäßig aus Holz gefertigt und einer überdachten Terrasse nicht unähnlich. Jedoch befindet sich unterhalb des Verandabodens in der Regel Stauraum, der je nach Region unterschiedlich genutzt wird. Die Konstruktion besteht aus hölzernen Pfosten, die im Erdreich versenkt sind, durch den Verandaboden laufen und als Stütze für das Verandadach dienen. An diesen Stützen entlang verläuft meist ein Geländer, dem durch Querstreben der notwendige Halt verliehen wird.

Die Veranda ist meist in südliche Richtung ausgerichtet. Auf diese Art und Weise bietet das Dach im Sommer einen optimalen Schutz vor der sengenden Sonne. Darüber hinaus dient das Verandadach dafür, dass man sich ganzjährig tagsüber im Freien aufhalten kann, auch wenn es regnet.

Verbreitung und Geschichte der Veranda


Die Veranda ist im Süden der USA, in Südafrika, in Australien und in großen Teilen Latein-, Mittel- und Südamerikas beheimatet. Darüber hinaus finden sich Landhäuser mit Veranda in den meisten tropischen und subtropischen Gegenden der Welt. In der Kolonialzeit wurde die Veranda von Engländern, Spaniern und Portugiesen in die Architektur eingeführt. Die extremen Temperaturen in den kolonialisierten Ländern machte einen solchen Sonnenschutz notwendig, um die Arbeiten der Sklaven und Bediensteten aus einem kühlem Bereich heraus beobachten zu können.